blank
jor mühlenberg
trenner
home
blank
über mich
blank
fotografie
blank
bilder
blank
impressum
blank
 
 
blank
Fotografie
Meine erste Fotokamera erstand ich im Spätsommer 1987. Das Kameragehäuse, eine Second-Hand Fujica STX-1 N Spiegelreflexkamera (Baujahr 1980), war mit einem lichtstarken 50mm X-Bajonettanschluss-Normalobjektiv und mit der kleinsten Blende 1,8 ausgestattet. 198 Märker schienen ein adäquates Schnäppchen für den Einstieg in die ambitionierte Photographen-Welt zu sein. Und in der Tat bereitete schon die Schlichtheit der Belichtungsmesse-ranzeige im Sucher Spaß. Fortan waren Urlaubsfotos auf einmal unscharf, zwei Blenden zu dunkel belichtet, verwackelt und man ahnte (zumindest halbwegs) warum. 

jorg mühlenberg fotografie

Fujica 1987
Denn, je nach Blendenwahl, deutete ein Pfeil im Sucher darauf hin, ob die Belichtung unter, über oder exakt gewählt war (TTL). Mit der Fujica begab ich mich im Spätsommer 1987 auf eine Motorradreise durch die Schweiz nach Norditalien. Leider hakte dort prompt der mechanische Rückspulmechanismus – und zwar kolossal. So geschah es, dass der zweite am Garda-See aufgenommene 36er Kleinbildfilm frühzeitig durch einen Filmriss auf ewig in die sogenannten Jagdgründe einkehren sollte. Ein schmerzlicher Verlust, der noch heute nachwirkt.

Für meine zweite fotografische Anschaffung hatte ich ein preisgünstiges Zoomobjektiv der Marke "Porst" auserwählt. Mit der Blende 4,5 bei 75-200mm währte ich mich frühschnell im Fotografenhimmel. Tatsächlich waren sämtliche fotografischen Resultate mit diesem "Trumm" als absolut dürftig einzustufen.

1988 – Ricoh XR-X
Als nächstes sollte 1989 der Kauf einer Ricoh XR-X folgen. Mein Freund Jürgen Dackweiler (nachfolgend Dacki genannt) entschied sich als erster für den nach damaligen Verhältnissen plastik- und knöpfestrotzenden Ricoh-Body, der mit diversen brandneuen Programmfunktionen aufwartete. In der Tat waren das Handling und die gebotenen Funktionen sehr gefällig und für jene Zeit höchst innovativ. Am Objektiv-Anschluss meiner XR-X nutzte ich u.a. ein Sigma-Objektiv 2,8/28-70.

Ende der 80er Jahre folgten erste Rollei-Erfahrungen im Mittelformatbereich. Dacki nannte kurzweilig eine Rollei SL66 sein eigen, die jedoch (aufgrund von überbewerteten Spielkasino-Gewinnaussichten) einen jähen Benutzerwechsel erfuhr. Meine Rollei-Aktivitäten bezogen sich auf improvisierte Produkt-Fotografien für den bundesweit bekannten „Vobis-Denkzettel“.

1989 – Rollei SL66
Ein von mir verhasster Lichtschacht stellte die Fotowelt erstmals seitenverkehrt dar. Mit Hilfe einer ausklappbaren Lupe innerhalb des Guckschachts versuchten sich anno dazumal Fotografen in korrekten Fokussierungen und Bildausschnitten. Die 6x6 großen Dia-Negative ließen seinerzeit auf diese Weise begehrenswerte Highscreen-PC mit Intel 80286er CPU in verlockend blauem Studio-Licht erstrahlen. Eine korrekte Belichtung wurde unter Verwendung sündhaft teurer Polaroid-Kassetten überprüft, die anstelle der Wechsel-Filmkassetten an der Body-Rückseite angeflascht wurden. Das ständige Einschiebseln dünner Metallscheiben beim Kassettenwechsel mutet (aus heutiger Sicht) fast archaisch an und führte nicht selten zu Verwirrungen – sowohl bei Mensch, als auch bei der Maschine.

1989 – Mühldack Photoconnetion
Der Vertrieb selbstfotografierter Postkarten-Motive, u.a. in Paris, versprach einen verheißungsvollen geschäftlichen Durchbruch. Tausende s/w-Karten waren schnell gedruckt. Hingegen sollte der Verkauf unserer Postkarten das einjährige Bestehen der Mühldack Photoconnetion GBR lange überdauern.  

1990 – Mamiya 645 1000
In diesem Jahr gab wiederum Dacki Anlass zur Investition: Fortan zierte die ausgediente Mamiya 645 unseres Gemeinde-Fotografen meine Ausrüstung. Die Angabe "1000" bezog sich auf die mittlerweile frühzeitliche mechanische Mittelformat-Verschlusszeit von einer 1/1.000 Sekunde. Um andere Superlative des Bodys war es schnell geschehen. Zwar konnte die Mamiya im reduzierten Mittelformat 6x4,5 mit immerhin 16 (statt 12) Bilder pro Rollfilmkassette aufwarten. Doch die nicht vorhandenen, aber dringend herbeigesehnten Wechselkassetten erschwerten Mamiya-Einsätze in der Praxis erheblich. Weder waren Polaroids noch zügige Shootings mit Reserve-Magazinen möglich. Da nutzten auch ein motorischer Filmtransport, ein voluminöser Handgriff und der schwergewichtige Prismensucher wenig. Im Grunde war die Mamiya 645 1000 (Bauzeit 1976-1985) eine unzeitgemäße Konstruktion. Vor allem ihre Nutzer waren zu bedauern. Erst Mitte der 80er sollte Mamiya diesen unverständlichen konstruktiven Makel mit der Variante "Super" abstellen. Seinerzeit war die Anschaffung eines flammneuen Bodys für mich aus Kostengründen unmöglich. Mit dem hochwertigen "Sektor"-Objektiv C 80mm/f 4.0 entstanden nichtsdestotrotz einige gelungene Aufnahmen.

1991 – Hasselblad (Teil 1)
Quasi notgedrungen trieb man Dacki und mich in die Hasselblad-Ecke. Für schmerzvoll stramme 150 DM Leihgebühr pro Wochenende erstellten wir unsere Werbe-Shootings mit einer geliehenen, im Handling weitgehend unbekannten Hasselblad 500C, inklusive Zeiss Planar f2,8/80. Anfang der 90er Jahre bis 1995 fotografierten wir munter mit Hasselblad-Equipment Werbefotos, obschon uns von Hause aus prinzipiell zwei 645er Mittelformat-Mamiyas zur Verfügung gestanden hätten.

Die Shootings waren oft geschwind konzipiert, eine Vielzahl der Diaaufnahmen wurde folglich unscharf oder unbrauchbar belichtet/fokussiert. Nicht selten stand uns nur eine winzige Menge von 4-5 technisch optimaler, scharfer und verwendbarer Fotos zur Auswahl. Die Werbefotografie für den Hardware-Hersteller ELSA hat dennoch eine Menge Spaß gemacht und die Anzeigenmotive, denen unsere Fotoarbeiten zugrunde lagen, wurden zu Beginn der Neunziger Jahre einige Millionen Mal in deutschen Computer-Magazinen abgedruckt. Diese Zeit ruft viele amüsante Momente ins Gedächtnis; kurz: die Erinnerung an eine Flut Enthusiasmus und die Dankbarkeit eingeschlossen, auf diese Weise ein paar zusätzliche Mark mit unserem Hobby verdient haben zu dürfen.

1998 – Sanyo SR08
Im Jahr 1998 folgte die Anschaffung meiner ersten Digitalkamera Marke Sanyo SR08. Zu Pressekonditionen erwarb ich ein klettverschlussverklebtes Messe-Ausstellungsstück. Eckig, zwei Zigarettenschachteln üppig, aber für eine Kompaktkamera mit einer tadellosen Optik ausgestattet. Schon damals. Das hat mich beeindruckt. Leider ist mir nicht bekannt, ob Sanyo diesem fulminanten digitalen Start qualitativ Stand halten konnte. Anfang der neunziger Jahre war er jedenfalls bemerkenswert.

2002 – Sony DSC Bridge
Es folgte der Umstieg auf Sony. Die Cybershot DSC-F717 wartete 2002 bereits mit 5 Megapixel auf. Den Kaufimpuls gab die vermeintlich segensreiche Optik des Zeiss-Objektivs. Mit seiner Hilfe lassen sich nun Bilder mit 2.560 x 1.920 Bildpunkten schießen. Heute werden derartige Kameratypen als "Bridge-Kameras" bezeichnet. Die Abbildungsleistung der Sony ist grundsätzlich gut; allerdings ist die Leistung bei Serienaufnahmen als unterirdisch jämmerlich einzustufen.

Den datenblattausgewiesenen Serienbildmodus von zwei Fotos pro Sekunde kann ich nicht bestätigen. Das einfallsreiche Kamera-Konzept eines um 140 Grad drehbaren Objektivs ist mechanisch reizvoll, doch in der Praxis eher selten verwendbar. Auch deuten das eher minimalistisch anmutende 1,8 Zoll große TFT angesichts eines Kamera-Gesamtgewichts von stolzen 700 Gramm heute eher auf die Vorzeiten der digitalen Kameratechnik hin. Eine Nightframing-Funktion sowie ein Laser-Autofokus sind die hervorstechensten Highlights der Cybershot DCC-F717. Das Einsatzgebiet der Kamera kann durch Vorsatz-Objektive erweitert werden. Das Tele-Objektiv VCL-HGD1758 und das Weitwinkel-Objektiv VCL-HGD0758 kosteten je fast (unverschämte) 400 Euro. Beide wurden von mir bis heute nicht ein einziges Mal verwendet. Die Kamera erntete viele gute Bewertungen. Nicht nur in der Presse sondern auch unter Nutzern. Der Anschaffungspreis lag anfänglich bei 1.300 Euro und die Bridge-Kamera wird seit Oktober 2002 in Deutschland ausgeliefert. 

2002 – Hasselblad (Teil 2)

Anfang Januar 2002 ritt mich der Hasselblad-Teufel. Angespornt durch gute Geschäftsentwicklungen kombiniert mit einer gehörigen Portion Nostalgie & Unvernunft erwarb ich eine gebrauchte, konventionelle Hasselblad-Ausrüstung. Bestehend aus einem 501 CM Chrom-Gehäuse sowie zwei Zeiss Objektiven (Distagon 4/50mm, Weitwinkel und Sonnar 4/150 mm, Tele), einem Prismensucher inklusive Belichtungsmesser, zwei A12-Magazinen sowie einem Polaroid Sofortbildmagazin fühlte ich mich fotografisch erneut auf Wolke Sieben. Doch die Freude sollte nicht lange anhalten. Bereits nach weniger als einem Jahr und der Belichtung von weniger als einem Dutzend Rollfilmen verscherbelte ich die Ausrüstung wieder via eBay. Wohlgemerkt für einen deutlich magereren Preis der Anschaffungskosten aller vormals erstandenen Gebrauchtteile. Das soll meine (hoffentlich mit Abstand) unvernünftigste Investition in Sachen Fotoausrüstung bleiben.

2002- Multiblitz Profilux 400
In jenem Jahr folgte die Anschaffung einer Multiblitz-Studioanlage mit drei 400er Blitzköpfen. Die Blitzanlage ist leistungsstark und stellt Nutzern gleichzeitig eine kompakte, leicht zu handelnde Bauart bereit. Mit den Leistungen der Profilux 400 bin ich sehr zufrieden. Das System wird auch gegenwärtig in meinem Fotostudio eingesetzt.

2004 – Sony DSC-P 100 und 150
2004 machen zwei flinke digitale Kompaktkameras von sich reden. Die Sony DSC-P150 ist sowohl handlich, flott als auch bestechend aufgrund ihrer bemerkenswert guten Mini-Optik. Nach wie vor empfehle ich sie für den Reisegebrauch bzw. als Schnappschusskamera. Die optische Leistung ist angesichts von 7,2 Megapixel enorm und das Handling geht jedem Laien prompt in Fleisch und Blut über. Wer die DSC-P100 (5,1 Megapixel) oder DSC-P150 (7,2 Megapixel) zu einem günstigen Preis angeboten bekommt, der sollte unbedingt zulangen. Für Urlaubsfotos oder "Schnappschüsse aus der Hüfte" sind die beiden baugleichen Sony-Kompaktkameras unbedingt empfehlenswert.

2006 - Nikon D200
Für mich war Nikon schon immer eine begehrenswerte Marke. Zweimal bewarb ich mich gar für Aufgaben am Düsseldorfer Firmensitz.

Die Foto-Fachpresse überschlug sich Ende 2005 förmlich mit Lobgesängen hinsichtlich der D200 (und tut es immer noch). Zwar wird der Body offiziell als semiprofessionell eingestuft. Die Entscheidung diverser Berufsfotografen (u.a. Fritz Pölking für die D200 spricht allerdings für sich, meine ich. Im Profibereich häufig entscheidender als Megapixel ist das Handling einer Kamera. Und hinsichtlich ihrer gebotenen Usability ist die Nikon D200 absolute Spitzenklasse. Wie bringt es Buchautor Martin Zurmühle sinngemäß auf den Punkt: "Begabten Fotografen gelingen auch mit mäßiger Ausrüstung gute Fotos. Selbst mit Top-Equipment tun sich hier Laien schwer." 

Die Einschätzung von Michael Gradias in seinem Nikon D200-Buch finde ich sehr treffend. Hier ist zu lesen: "Realistisch gesehen muss man die D200 anders (als eine aufgebohrte D70) einordnen. Es handelt sich viel eher um eine leicht abgespeckte D2X. Einige wenige Features der Profikamera D2X sind bei der D200 nicht zu finden ˆ bei der praktischen Arbeit wird dies jedoch kaum einem Fotografen auffallen. Die D2X kostet mehr als doppelt so viel ˆ bietet aber keinesfalls die doppelte Funktionalität."     

2008 - Nikon D3
Der Vollformat-Chip (FX) der Nikon D3 bietet für Profi-Einsätze eine wertvolle Ergänzung zu meiner D200. Besonders erwähnenswert sind die enorm guten Einsatzgebiete der D3 im "Available Light-Bereich". Zudem besticht die D3 durch neun Bilder pro Sekunde, was sie obendrein zu einem favorisierten Arbeitsgerät in der Action-Fotografie macht. Mit zwei Schächten (zur Aufnahme je einer hochvolumigen Speicherkarte) ist sie in der Lage gleichzeitig Fotos im jpg- und nef-Format (RAW) abzuspeichern. Seit ihrer Markteinführung im Herbst 2007 ist sie deshalb weltweit das bevorzugte Arbeitsmittel unzähliger Berufsfotografen.
 
Meine Ausrüstung besteht gegenwärtig u. a. aus:
Nikon D200
Nikon D3

Nikon AF-DX Fisheye-Nikkor 10.5mm/2,8G ED
Nikon AF-S DX Zoom Nikkor 12-24mm/4G IF-ED
Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 17-55mm/2,8G IF-ED
Nikon AF-S Nikkor 14-14 2.8 G ED
Nikon AF-S Nikkor 24-70mm/2,8 G-ED
Nikon AF Nikkor 50mm/1,4 IF
Nikon AF Nikkor 85mm/1,4 IF
Nikon AF-S VR Zoom-Nikkor 70-200mm/2.8G IF-ED
Nikon AF-S VR Micro Nikkor 105mm/2,8G IF-ED
Nikon Telekonverter TC 20E
Sigma EX 2,8/300mm DG APO HSM N-AFD
Sigma DC 2,8 Macro 17-70mm
 
Multiblitz Profilux 400 Studioblitzanlage
Blitzfernsteuerung Nikon SU-800
3 Blitzgeräte Nikon SB-800
3 Manfrotto Kamerastative (Alu & Carbon)


Heute fotografiere ich vornehmlich Privatpersonen in Umzugssituationen (Werbung), im Sportbereich (Radsport) sowie Landschaften im bayerischen Voralpenland.

Die Schnappschuss-Straßen-Fotografie habe ich zukünftig (wieder) als ein bevorzugtes kreatives Betätigungsfeld auserwählt.



blank blank
trenner
Alle Rechte vorbehalten. Veröffentlichung, Übernahme oder Nutzung der Bilder oder anderen Daten bedarf der schriftlichen Zustimmung von Jorg Mühlenberg.